Infoveranstaltungen und -kino auf dem Resist to Exist Festival 2012

Fr. 03.08. – 12:00 Uhr | 9 Tage hinter den Barrikaden (DK 1986)
Im September 1986 war Kopenhagen Schauplatz einer Aktion, die wohl nicht nur für Dänemark einzigartig war. Es geht um ein damals seit über drei Jahren besetztes Haus, in dem rund 60 Leute leben. Die Besitzerin will es abreißen lassen – die Räumung ist für den folgenden Tag angekündigt… Hier beginnt der Videofilm der dänischen Gruppe, die während der neun Tage dauernden Verteidigung der Besetzung bei fast allen Aktionen und Alltagssituationen filmen konnte. Ihr gelang so ein Portrait des Lebens hinter den Barrikaden von den Leuten, die sich entschlossen hatten, das Haus militant zu verteidigen.

Fr. 03.08. – 13:00 Uhr | Was tun wenns brennt
Antirepressionsveranstaltung der Roten Hilfe: Neben Tipps zum Umgang mit Repression und dem Verhalten auf Demos wollen wir mit Euch an Beispielen diskutieren, was Aussageverweigerung konkret in Situationen wie Verhör und Ingewahrsamnahme bedeutet und was bei einer Hausdurchsuchung zu tun ist.
www.berlin.rote-hilfe.de

Sa. 04.08. – 10:00 Uhr | Der Aufstand der Würde (D 2007)
Am 1. Januar 1994 besetzten Tausende Indigene unter der Losung „Ya Basta!“ (Es reicht!) sieben Städte im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Zwei Wochen lang kämpften die Zapatistas bewaffnet gegen die Regierung, seitdem setzen sie sich mit friedlichen Mitteln und dem Aufbau eigener Strukturen gegen Ausbeutung, Rassismus, Unterdrückung der Frauen und Naturzerstörung ein. Das Filmteam besuchte mehrere zapatistische Gemeinden und sprach vor allem mit den Menschen der Basis. Die Dokumentation bietet eine Einführung in das Thema, anschauliche Einblicke in selbstverwaltete Gesundheits-, Bildungs-, Landwirtschafts- und Kollektivprojekte, das Politikverständnis und die internationale Bedeutung der Bewegung.

Sa. 04.08. – 11:30 Uhr | 80 Jahre Antifaschistische Aktion
Heute sind die Doppelfahnen der Antifaschistischen Aktion das wohl am häufigsten genutzte Symbol der außerparlamentarischen, linken Bewegung. Es grenzt vom staatstragenden Antifaschismus ab und steht in einer militanten Tradition. Schwarzer Block, Autonome = Antifa – so vermitteln es zumindest die Medien. Dabei wurde die Antifaschistische Aktion bereits am 10. Juli 1932 in Berlin von der KPD durch einen ‚Reichseinheitskongress‘ begründet. Damals gab es noch keine Antifa, wie wir sie heute kennen. Wie also hängt das alles zusammen?
www.kunst-und-kampf.de/

So. 05.08. – 10:00 Uhr | Schade, daß Beton nicht brennt (D 1981)
Nach jahrelangen Bemühungen von Mieter_inneninitiativen, den Abriss oder die Moderniesierung und damit einhergehende Mietpreiserhöhung tausender Wohnungen abzuwenden, kam es am 12. Dezember 1980 nach der versuchten Besetzung eines leerstehenden Hauses am Fränkelufer in Berlin-Kreuzberg zu Straßenschlachten mit dutzenden Verletzten und Verhaftungen. In Folge der Ergeignisse stieg die Zahl der instandbesetzen Häuser in West-Berlin auf über 130 an. Das aus diesen Protesten enstandene Filmkollektiv dokumentierte das Geschehen mit der Kamera.

So. 05.08. – 11:30 Uhr | Global denken – lokal handeln
Weltweit kämpfen Menschen gegen Ausbeutung und Unterdrückung, weltweit solidarisieren sich Menschen in anderen Ländern mit diesen Kämpfen. Einen Überblick zu aktuellen Befreiungsbewegungen gibt es in dieser Veranstaltung des ‚Internationalistischen Abends‘, Vertreter_innen von ‚EH Lagunak – Freundinnen und Freunde des Baskenlandes‘ informieren über die baskische Unabhängigkeitsbewegung und die Kampagne zur Freilassung der 700 politischen Gefangenen, Dr. Nikolaus Brauns (aktiv im ‚Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin‘) berichtet über seine Teilnahme an Menschenrechtsdelegationen nach Kurdistan.
http://international.blogsport.eu
http://info-baskenland.de/
http://kurdistan.blogsport.de/

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